3. Festival Cybersicherheit im Gesundheitswesen schärft das Bewusstsein für Cyberbedrohungen
Am 18. Juni fand die dritte Ausgabe des Festivals Cybersicherheit im Gesundheitswesen im Kulturhus De Bijenkorf in Borne statt. Der Schwerpunkt des Festivals lag auf der Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Cybersicherheit im Gesundheitswesen.
Das Festival wurde von Acute Care Euregio, Zorgnetoost, SHT-THOON, FEA CHPA, der Fachhochschule Saxion, der Universität Twente und CVD – Zentrum für Sicherheit und Digitalisierung organisiert. Das Programm war vollgepackt mit inspirierenden Sitzungen und Workshops, die die Teilnehmer nicht nur über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich der Cybersicherheit im Gesundheitswesen informierten, sondern ihnen auch praktische Werkzeuge für ihre tägliche Arbeit an die Hand gaben. Der positive Ansatz und die Betonung auf Zusammenarbeit und Vorbereitung machten den Tag zu einem großen Erfolg.
Posttraumatischer Stress
Das Hauptreferat des Festivals wurde von Don Eijndhoven gehalten, der in seinem Vortrag darlegte, wie sich internationale geopolitische Entwicklungen auf die Cybersicherheit auswirken. Vor allem in Russland drückt die Regierung ein Auge zu, wenn professionelle Hackerorganisationen, die Beziehungen zum Regime von Wladimir Putin unterhalten, Institutionen in der westlichen Welt angreifen.
Nach der Eröffnung gab es mehrere Untersitzungen. So sprach Lisa de Wilde über die Unterstützung, die sie einem großen belgischen Krankenhaus leistete, das während der Corona-Krise gehackt wurde. Sie hob hervor, wie lange es dauert, bis die Systeme nach einem Hack wieder online sind, und welchen posttraumatischen Stress ein großer Hack bei den Mitarbeitern auslösen kann.
Bowling
„Ich bin mit dem IT-Mitarbeiter zum Bowling gegangen, um ihn daran zu hindern, weiterzuarbeiten“, erzählte De Wilde. Ihr Rat an Organisationen im Gesundheitswesen: sich auf einen Hack vorbereiten und ein professionelles Unternehmen beauftragen, um mit den Hackern zu verhandeln, falls es zu einem solchen kommt. Hanko van Giessen von der Polizeieinheit Ostniederlande gab einen Einblick in die Welt der Cyberkriminalität und der digitalisierten Kriminalität. Er zeichnete das Bild, dass sich die Cyberkriminalität zu einer professionalisierten Branche entwickelt hat. Van Giessen: „Es gibt fünfzig bis sechzig große Hackerbanden auf der Welt. Wenn man gehackt wird, kann man sich an einen höflichen Helpdesk wenden. Wenn man anfängt zu verhandeln, kann man weiterhin bis zur Hälfte des Preises herunterhandeln.“ Er erläuterte auch die Gefahren der künstlichen Intelligenz (KI) für die Cyberkriminalität.
Escapebox
Einer der Höhepunkte des Tages war die sogenannte Cyber-Escapebox, bei der die Teilnehmer mit Begeisterung ihr Bewusstsein für Cybersicherheit schärften. In dieser interaktiven Sitzung wurde spielerisch gezeigt, wie man sichere Passwörter erstellt, Phishing-E-Mails erkennt und die Bedeutung des Meldens von Vorfällen versteht. Die Begeisterung war offensichtlich. Es gab auch praktische Sitzungen über die NIS2-Gesetzgebung und Übungen zu Cyber-Bedrohungen, bei denen es viel Raum für Interaktion und Diskussionen gab. Diese dritte Ausgabe macht Lust auf mehr, und wir sind zuversichtlich, dass dieses Festival zu einer schönen regionalen Tradition wird! Zusammenarbeit und gute Vorbereitung sind nach wie vor entscheidend, um den Gesundheitssektor widerstandsfähiger gegen Cyber-Bedrohungen zu machen. Lasst uns diese positive Energie beibehalten und weiter zusammenarbeiten, um ein sicheres digitales Gesundheitsumfeld zu schaffen.

