Medisch Spectrum Twente als erstes niederländische Traumazentrum vom deutschen Traumanetzwerk zertifiziert

Im Bereich der Versorgung und Behandlung von ernsthaft verwundeten Unfallopfern besteht bereits seit Jahren eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem MST und dem Universitäts-klinikum Münster. Um diese Kooperation auch weiterhin zu gewährleisten, wurde das MST 2010 durch DIOcert, eine unabhängige deutsche Zertifizierungsstelle, zertifiziert. DIOcert überprüfte dabei, ob das Krankenhaus die von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) an die Traumahilfe gestellten deutschen Kriterien erfüllt. Am 10. Juni 201 erhielt Marianne Lensink, Vorstandsmitglied des MST, während des Symposiums „Trends in Traumen“ die positive Nachricht, dass das Audit erfolgreich war. Seit diesem Tag ist das MST das erste und einzige niederländische Traumazentrum, welches dem deutschen Traumanetzwerk NordWest angeschlossen ist. Das Traumazentrum NordWest stellt eine Kooperative von mehr als 45 Krankenhäusern der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen dar und ist damit das größte Traumanetzwerk Deutschlands.

dgufotoAm 7. September 2011 wurde im Beisein von NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens wurde das Traumazentrum NordWest in Münster als vollständige Einheit sowie 25 von insgesamt 45 Krankenhäusern des Netzwerks offiziell zertifiziert. Paul Bertelink, Traumachirurg im MST und medizinischer Koordinator von Acute Zorg Euregio, erhielt offiziell das Zertifikat von Professor Johannes Sturm, Vorsitzender des DGU (Links) und Frau Annette Künzel, Geschäftsführerin von DIOcert.

Mit der Anbindung des MST an das deutsche Traumanetzwerk wurden die niederländischen und deutschen Traumaregionen noch enger aneinander verbunden und steht einer uneingeschränkten Zu-sammenarbeit der unterschiedlichen Parteien, die in der EUREGIO an der akuten Rettungshilfe be-teiligt sind, nichts mehr im Wege. Die Zusammenarbeit wird in den nächsten Jahren weiter inten¬siviert werden, um die Traumahilfe in allen Bereichen zu verbessern. Schlussendlich soll ein einziges grenz-überschreitendes Netzwerk für die akute Rettungshilfe realisiert werden. Für die Patienten in der EUREGIO bedeutet dies, dass sie nach einem Unfall oder einer Ver¬letzung/Erkrankung entweder in Deutschland oder den Niederlanden die für sie am besten geeignetsten akute Rettungshilfe erhalten, unabhängig davon, wo sie sich zum Zeitpunkt des Ereignisses befinden.

 

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