Student der Fachrichtung ‚Health Sciences‘ von der Universität Twente beendet erfolgreich sein Studium bei ‚Acute Zorg Euregio‘
 

Im Zeitraum vom Februar bis September 2011 hat Harm-Jan Otten, Masterstudent der Fachrichtung ‚Health Sciences‘ von der Universität Twente (UT) seine Diplomarbeit bei ‚Acute Zorg Euregio‘ ge-schrieben.harmJan
Am 11. Oktober 2011 hat er seine Diplomarbeit im Kreise der Familie, Freunde, Kommilitonen und an-deren Interessierten verteidigt. Nachdem er erfolgreich einige kritische Fragen des Publikums sowie des Prüfungsausschuss (letzterer setzte sich aus Carine Doggen und Maarten IJzerman der UT sowie Rolf Egberink von Acute Zorg Euregio zusammen) beantwortete, empfing Harm-Jan sein Master-zeugnis.
Harm-Jan hat sich in seiner Diplomarbeit mit dem Thema Triage bei Rettungsfällen in Krankenhäusern (in-hospipal trauma triage) befasst. Hierbei handelt es sich um einen Entscheidungsprozess,  den das Personal der Notaufnahmen durchlaufen muss, um bestimmen zu können, ob ein Traumateam zur der Behandlung eines ernsthaft verletzten Traumapatienten hinzu gerufen werden muss und aus welchen Personen dieses Team zusammengesetzt sein sollte. Nur wenn die richtigen Personen herbeigerufen werden, die die entsprechenden Patienten am besten behandeln können, kann zum rich¬tigen Zeitpunkt die beste Maßnahme angewendet werden. Man verspricht sich von dieser Maßnahme, dass dem Patienten besser und schneller geholfen werden kann. Außerdem kann in-hospital trauma triage auch zu einem effizienteren Personaleinsatz und zu einer Kostenreduktion führen. Ziel der Studie war die Be-schreibung des Ist-Zustandes von in-hospital trauma triage in den niederländischen Notaufnahmen, da hierüber nur sehr wenig bekannt ist.
Alle Führungskräfte in den Notaufnahmen der niederländischen Krankenhäuser wurden zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens wurden nicht nur allgemeine Parameter der Notaufnahmen erfasst, sondern auch welche Teams am besten eingesetzt werden können und welche Kriterien zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Außerdem wurde eine Frage über die Zufriedenheit mit der heutigen Situation gestellt. 78 von 102 (76,4%) Notaufnahmen in den Niederlanden haben an der Umfrage teilgenommen.
colloquiumharmJanDie Analyse der Ergebnisse hat ergeben, dass es in Hinblick auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Teams und deren Zusammensetzung große Unterschiede innerhalb der befragten Notaufnahmen gibt. Die meisten Notaufnahmen können ein einziges Team einsetzen für alle ein¬ge-lieferten Traumapatienten. Es gibt aber auch Notaufnahmen, die anhand von gewissen Kriterien zwischen zwei bis drei Teams entscheiden können. Auch variiert die Anzahl der Fachkräfte pro Team und Notaufnahme.
Es gibt auch Unterschiede darin, wie und von wem Informationen über den Traumapatienten, der in die Notaufnahme eingeliefert wird, von den mobilen Rettungskräften und Notärzten an das Personal der Notaufnahme weitergeleitet werden. Die Entscheidung, ob ein (spezielles) Traumateam herangezogen werden muss, wird in der Regel von dem Pflegepersonal der Notaufnahmen getroffen. In selteneren Fällen entscheiden behandelnde Notarzt, Traumachirurg und andere Fachkräfte gemeinsam. Jede Notaufnahme verwendet hierzu außerdem unterschiedliche Kriterien, ein Drittel gibt jedoch an, ein standardisiertes Protokoll zu verwenden. Etwas mehr als die Hälfte aller Notaufnahmen ist mit der jetzigen Situation zufrieden, sieht aber auch Verbesserungsmöglichkeiten.
Es gibt in den Niederlanden Notaufnahmen, in denen verschiedene Teams für die Aufnahme und Behandlung eines Traumapatienten herangezogen werden können. Hierdurch kann es durchaus schon mal vorkommen, dass ein weniger ‚professionelles‘ Team eingesetzt werden kann. Wie es scheint, kann hierdurch die Effizienz im Einsatz der Fachkräfte in Traumateams erhöht werden und lassen sich Kosten einsparen. Es sollte daher weiter erforscht werden, anhand welcher Kriterien die Anzahl der Teammitglieder ohne ein Risiko zu laufen reduziert werden könnte und auf welche Weise eine Fachkraft im trauma triage Entscheidungsprozess unterstützt werden kann.
Die Diplomarbeit von Harm-Jan Otten ist Teil der Promotionsarbeit von Rolf Egberink über ‚in-hospital trauma triage‘. Ziel der Arbeit ist es, ein evidenzbasiertes Instrument zu entwickeln, welches den Fach-kräften der Notaufnahmen von niederländischen Krankenhäusern in ihrem Entscheidungs¬pro¬zess behilflich ist.
Diese Forschungsarbeit stellte eine Kooperation zwischen Acute Zorg Euregio, Medisch Spectrum Twente und der Universität Twente dar. Sie wünschen mehr Informationen zu diesem Thema? Nehmen Sie dann Kontakt mit Rolf Egberink auf: r.egberink@acutezorgeuregio.nl
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