Netzwerk 112 in der 3. Auflage

Acute Zorg Euregio hat sich zum Ziel gesetzt, die an der akuten Rettungshilfe beteiligten Partner näher zusammenzubringen. Hierdurch sollte es möglich werden, dass die betroffenen Partner jedem Patienten schnellstmöglich an der richtigen Stelle die richtige Behandlung gewährleisten können. Dies sollte nicht nur auf den individuellen Patienten zutreffen, sondern auch für mehrere Patienten in Krisen- und Katastrophenfällen gelten.
Germaine Vos-Deckers ist seit Anfang 2010 Geschäftsführerin von Acute Zorg Euregio und setzt sich gemeinsam mit ihrem Team dafür ein, dass sich die Partner innerhalb der kompletten Versorgungskette finden und gegenseitige Vereinbarungen treffen. Hierzu greifen wir beispielsweise auf Workshops, Symposien, Regionaal Overleg Acute Zorgketen (ROAZ; übersetzt mit regionale Beratung innerhalb der akuten Rettungshilfe) und andere Mittel zurück. Ein Beispiel der Letzteren sind die so genannten Fokusgruppen. 2007 hat das niederländische Bundesgesundheitsministerium entschieden, die akute Versorgungskette von den folgenden fünf Krankheitsbildern zu erfassen: Schlaganfall (Cerebrovascular accident, CVA), akutes Hüfttrauma, akute Psychiatrie, akute Obesitas (verloskunde) sowie Myokardinfarkt (Herzinfarkt). Die Fokusgruppen wurden für jedes Krankheitsbild in den jeweiligen Regionen ins Leben gerufen und befassen sich mit der Inventarisierung von Problemen sowie der Definition und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Fokusgruppen setzen sich aus medizinischen Fachkräften zusammen, die alle an der akuten Rettungshilfe beteiligt sind. Vos-Deckers steht den an Acute Zorg Euregio verbundenen Fokusgruppen sehr positiv gegenüber: „In den Regionen um Twente und Oost-Achterhoek haben die Fokusgruppen hoch motiviert ihre Arbeit aufgenommen, einige der Gruppen treffen sich selbst alle vier bis sechs Wochen. Alle Fokusgruppen sind außerdem sehr stark darauf aus, gegenseitige Vereinbarungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Beteiligten kommen gerne zu den Sitzungen und sind sich der Vorteile einer Zusammenarbeit sehr bewusst. Bei den Teilnehmern handelt es sich ausschließlich um professionelle Fachkräfte, die nur das Beste für den Patienten erreichen wollen. Daher diskutieren sie gut und gerne miteinander. Obwohl die Meinungen oftmals stark auseinanderlaufen können und es unterschiedliche Ansätze gibt, können wir behaupten, dass die Sitzungen effektiv verlaufen und zu konkreten Ergebnissen führen.“

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