10. deutscher Workshop für akute Rettungskräfte

Enschede/Rheine – Donnerstag, 13. Oktober 2011 bot Acute Zorg Euregio in Kooperation mit der Rettungsdienstschule Rheine zum zehnten Mal einen deutschen Workshop für Fachkräfte in der akuten Rettungshilfe an. 2011-10-13_workshop_Duits_Rheine__4_.JPGAn diesem Workshop haben seit Frühjahr 2009 circa 200 Fachkräfte der Rettungsdienste und Notaufnahmen unserer Region teilgenommen. Der Workshop dauert jeweils einen Tag und neben theoretischen Aspekten nehmen üben die Teilnehmer praktische Beispiele in Rollenspielen. Die Kombination aus beiden wird von den Teilnehmern als lehrreich und informativ angesehen. In den abschließenden Umfragen wird der Workshop im Schnitt mit einer niederländischen Note von mindestens 8 bewertet (stimmt im deutschen mit ungefähr gut bis sehr gut überein). Vor allem die Begeisterungsfähigkeit der deutschen Trainer trägt zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei, in der das Üben der deutschen Sprache einfach geübt werden kann.

Auch am Morgen des 10. Workshops begrüßten die Dozenten erneut zwanzig Teilnehmer mit Kaffee und Keksen. Die Teilnehmer sind in den Leitstellen, im Rettungsdienst, in den Notaufnahmen, den Traumatologie-Stationen sowie Intensivstationen tätig und kommen sowohl aus der Region um Twente als auch aus der Achterhoek. Der Workshop beginnt mit einer theoretischen Einleitung durch Thomas Bode, Geschäftsführer und Dozent der Rettungsdienstschule, über die Organisation des deutschen Rettungsdienstes und einer Erläuterung der Krankenhausstrukturen. Im Anschluss bespricht Maik Tabel, Dozent und Rettungsassistent aus Nordhorn, eine Auswahl von deutschen Begriffen aus der Ana¬to¬mie und der akuten Rettungshilfe. Einige Begriffe sind leicht verständlich, aber Wörter wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüse, Gaumenzäpfchen und Unterzuckerung (Hypoglykämie) klingen in nieder-ländischen Ohren völlig fremd. Da Maik selber gut niederländische spricht, kommen ausreichende Interaktionen zwischen den Teilnehmern zustande und fällt es den Teilnehmern leicht, Fragen zu stellen.
Nach einer kurzen Pause wird mit den Rollenspielen begonnen. Detlef Greshake, Dozent und Rettungsassistent aus Ibbenbüren, spielt mit Maik völlig überzeugend Situationen aus dem Alltag in der Rettungshilfe nach. Eine Meldung der deutschen Leitstelle, eine Übergabe vom deutschen Rettungsdienst an eine niederländische Notaufnahme, ein Aufnahmegespräch mit einem Patienten sowie die Informierung der Familie. Letzteres kann ein Patient mit akuter Atemnot sein, der selber in die Notaufnahme kommt, und dessen Bruder, der auf der Intensivstation erscheint und Erklärungen nach dem Auftreten von Komplikationen wünscht. Situationen wie diese sind sehr lehrreich, auch wenn so mancher Lacher garantiert ist.oktober 2011
Nach einer stärkenden deutschen Mahlzeit im Restaurant des Matthias Spitals können der Rettungs¬dienst und der Traumahelikopter des ADAC besichtigt werden. Die Teilnehmer erhalten hier die Möglichkeit, verschiedene deutsche Fahrzeuge sowie den Hubschrauber von innen zu bestaunen und Fragen an die Mitarbeiter zu stellen. Zum Abschluss werden die gelernten Wörter und Sätze nochmals wieder¬holt und werden die Teilnehmer dazu aufgefordert, fehlende Wörter im Text zu ergänzen. Auch heute hat sich mal wieder gezeigt, dass die Gruppe während des Workshops viel gelernt hat. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Teilnehmer den Workshop in der abschließenden Umfrage mit der niederländischen Note von 8,9 bewertet haben.
Acute Zorg Euregio wird daher 2012 weitere deutsche Workshops in Rheine anbieten. Auch wird nach den Möglichkeiten geschaut, einen vergleichbaren niederländischen Workshop für deutsche Rettungskräfte anbieten zu können. Außerdem werden wir in den nächsten Monaten das Wörter-buch Niederländisch-Deutsch überarbeiten und neu verlegen (sowohl als gedrucktes Buch als auch als mobile Applikation). Für weitere Informationen besuchen Sie bitte regelmäßig unsere Webseite www.acutezorgeuregio.nl oder folgen Sie uns auf Twitter: @AcuteZorgEur.

 

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