Geschichtlicher Hintergrund
1997 wurde eine Studie verrichtet, mit der belegt werden konnte, dass die Rettungshilfe bei Katastrophen und Großschadensereignissen ein deutliches Verbesserungspotential aufwies. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen war nicht optimal, von Absprachen untereinander war kaum die Rede und die Qualität der medizinischen Versorgung hing vom Ort und Zeitpunkt des Unfalls ab. Im Juni 1997 hat das niederländische Bundesgesundheitsministerium diesbezüglich ein Memo veröffentlicht. 11 Traumazentren wurden angewiesen, ein landesweites Wissensnetzwerk zu errichten (siehe Traumazentren) Deswegen wurden 24 Regional Medical Officers eingestellt, die für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen (wie zum Beispiel zwischen Rettungsdienst und Krankenhaus) verantwortlich sind und Vereinbarungen treffen müssen.
Im April 2006 veröffentlichte das niederländische Bundesgesundheitsministerium ein Memorandum über die Prioritäten bei der Traumaversorgung für das kommende Jahr. Darin wurde unter anderem festgehalten, dass das Traumazentrum sowohl die Initiative für die Tagung regionaler Anbieter von Rettungshilfe übernimmt (im niederländischen „Regionaal Overleg Acute Zorgketen“ genannt, siehe hierzu ROAZ, als auch pro Region ein Mobiles Medizinisches Team ernennt (siehe auch MMT und Rettungshubschrauber).
Dieses Memorandum ist das Resultat der strategischen Vision „Rettungshilfe“ vom Oktober 2003 sowie der Strategieänderungen im Rahmen der niederländischen Gesetzesänderung „Wet Toelating Zorginstellingen“ (WTZi) (Zulassungen im Pflegebereich).