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Workshop Deutsch in der Notfall- und TraumaversorgungWorkshop Deutsch in der Notfall- und Traumaversorgung für Mitarbeiter der Leitstellen, des Rettungsdiensts, der Notaufnahmen und Krankenhaus(intensiv)stationen
Datum: Donnerstag, 4. oktober 2012 EinleitungDie „Acute Zorg Euregio“ hat in Hinblick auf die grenzüberschreitende Traumaversorgung einige Grundvereinbarungen getroffen. So kommt es in regelmäßigen Abständen vor, dass niederländische Rettungshilfen mit deutschen Kollegen, Patienten und deren Angehörigen in Kontakt geraten. In akuten Notfällen ist es daher unerlässlich, dass die involvierten Fachkräfte ausreichende Kenntnisse über die unterschiedlichen Systeme, Arbeitsweisen und Gepflogenheiten beim Austausch von Informationen vorweisen können. Es ist jedoch auch in manchen Situationen notwendig, dass man die Sprache versteht und die richtigen Telefonnummern zur Hand hat. Es ist immerhin notwendig, dass ein Patient schnellstmöglich am richtigen Ort behandelt wird. Nationalität und Unfallort bzw. -land dürfen hierbei kein Hindernis darstellen. Sie nehmen eine Meldung der Leitstelle des Rettungsdienstes entgegen. Ein deutscher Kollege teilt Ihnen mit, dass der Rettungshubschrauber einen Patienten ins Krankenhaus nach Twente fliegt: „Rettungsdienst Kreis Steinfurt. Wir treffen in ca. 5 Minuten mit einem männlichen Patienten bei Ihnen ein. Zustand nach VU, Patient war im PKW eingeklemmt, Verdacht auf Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma, Oberschenkelfraktur“. Sie haben den Kollegen zwar größtenteils verstanden, aber was in aller Welt bedeutet „VU“ und „PKW“? Sie möchten außerdem gerne wissen, was auch gleich wieder der „Oberschenkel“ ist. Der Rettungshubschrauber ist gelandet und der Patient wird in den Schockraum gebracht. Die deutschen Kollegen fassen den Zustand des Traumapatienten kurz zusammen: „Dies ist der angekündigte Patient nach Verkehrsunfall, Polytrauma, SHT, Oberschenkel. War über den Flug kreislaufstabil, Blutdruck initial 140, jetzt 110, Volumensubstitution, initiale Sauerstoffsättigung 95%, konstant geblieben, intubiert, beatmet, Sättigung jetzt 100%, ...”. Das sind durchaus wichtige Informationen. Aber haben Sie auch wirklich alles verstanden? Wissen die niederländischen Kollegen, was „kreislaufstabil” bedeutet und ist das deutsche „Patientenprotokoll“ für sie verständlich und lesbar? Konnten Sie außerdem alle Fragen stellen, die Sie noch über den Patienten hatten? Sie sind eine Fachpflegekraft der Notaufnahme und werden zu einem Unfall gerufen. Vor Ort erfahren Sie, dass es sich bei dem Patienten um einen Deutschen handelt, der mit seiner Familie heute einen Ausflug in die Niederlande unternommen hat. Keiner von ihnen spricht niederländisch, Sie verstehen jedoch, dass man den Patienten gerne in ein deutsches Krankenhaus einliefern lassen möchte. Sie müssen dem Patienten und seiner Familie erklären, was sie mit ihm vorhaben und in welches Krankenhaus er nun gebracht wird. Sie sind Krankenschwester auf der Intensivstation und haben als erste Kontakt mit den deutschen Angehörigen des Patienten, der soeben in die Notaufnahme gebracht wurde. Wie sprechen Sie die Familie an und erklären ihnen anschließend auf Deutsch, wie es dem Patienten geht, wo er nun liegt und was die Ärzte nun mit ihm vorhaben? Ein deutscher Patient liegt auf Ihrer Station und muss operiert werden. Wie erklären Sie ihm den Operationsablauf und wie beruhigen Sie seine besorgten Angehörigen? ZielsetzungMit diesem Workshop soll der deutsche Wortschatz und damit die Kommunikation in (akuten) Notfällen verbessert werden. Zudem möchten wir Ihnen konkrete Informationen über die deutschen Organisationen an die Hand geben, die an der (akuten) Rettungshilfe beteiligt sind. Die Kombination dieser beiden Dinge soll Ihnen dabei helfen, ihr Verständnis für gewisse Situationen zu erweitern und den Umgang mit der deutschen Rettungshilfe sowie den deutschen Patienten (und deren Angehörigen) zu erleichtern. Die Übungen und Informationen, die während des Workshops verteilt und besprochen werden, sowie das handliche Nachschlagewerk sollen dazu beitragen, dass Sie mehr Mut und Zuversicht erhalten und hierdurch in akuten Notfällen einen vertrauteren Umgang mit Deutschen erzielen können. Ablauf des WorkshopsDer Workshop besteht aus einem Training inkl. Einführungen von erfahrenen deutschen Dozenten in der akuten Rettungshilfe. Zudem werden verschiedene Situationen in Rollenspielen nachgestellt. Es ist außerdem ein Besuch der Rettungshubschrauberstation eingeplant (unter Vorbehalt). EinleitungDer Workshop beginnt am Morgen mit einer Einführung über die Organisation der akuten Notfallversorgung in Deutschland. Es folgt eine ausführliche, interaktive Präsentation über deutsche Begriffe im Bereich der Anatomie, Pathologie und akuter Notfallversorgung. RollenspieleAlle Teilnehmer können ihre deutschen Kommunikationsfähigkeiten während diverser Rollenspiele üben. Hierzu werden verschiedene Situationen aus der täglichen Praxis nachgestellt. Als Beispiel können folgende Situationen zählen: Einforderung des deutschen Rettungsdienstes von einer niederländischen Leitstelle, telefonische Anmeldung beim ‚diensthabenen Arzt‘ durch den deutschen Notarzt, Übergabe des Patienten von deutschen Rettungskräften an das Personal der niederländischen Notaufnahme, telefonischer oder direkter Kontakt mit der deutschen Familie, ein Informationsgespräch zwischen der niederländischen Rettungskraft und dem deutschem Patienten usw.
InformationsmaterialZur besseren Vorbereitung erhalten die Teilnehmer vorab das folgende Informationsmaterial:
Es wird Ihnen nahegelegt, diese Dokumente vor der Teilnahme gut durch zu arbeiten, so dass wir während des Workshops ein maximales Ergebnis erzielen können.
Praktische InformationenZielgruppeDieser Workshop richtet sich vor allem an niederländische Rettungskräfte, die in der Praxis täglich mit deutschen Kollegen, Patienten und deren Angehörigen, Mitarbeitern der Leitstellen, dem Rettungsdienst, den Notaufnahmen und den Stationen der Krankenhäuser zu tun haben. TeilnehmerPro Workshop können maximal 16 Personen teilnehmen. Bei der Gruppenaufteilung werden wir darauf achten, dass die verschiedenen Disziplinen und Organisationen über die Gruppen gleichmäßig verteilt sind. VorkenntnisseDa der Workshop auf Deutsch gehalten wird und während der Rollenspiele auch deutsch gesprochen werden muss, sind deutsche Grundkenntnisse sowie praktische Erfahrungen mit deutschen Kollegen und/oder Patienten und deren Angehörigen im Bereich der (akuten) Rettungshilfe erforderlich. Datum und Uhrzeit:Donnerstag, 4. Oktober 2012, von 9:00 bis 16:30 Uhr Ort:
Akademie für Gesundheitsberufe, Mathias-Spital, Rheine Teilnahmegebühren:
Die Teilnahme an diesem Workshop kostet € 75,= pro Teilnehmer inkl. Mittagessen und Kursmaterial ist für Mitarbeiter unserer Versorgungskette. Organisation :Der Workshop ist eine Kooperation zwischen ‚Acute Zorg Euregio‘ und der Akademie für Gesundheitsberufe, Mathias-Spital, in Rheine. Informationen und Anmeldung:
Rolf Egberink, Mitarbeiter Strategie bei Acute Zorg Euregio Sie können sich spätestens bis zum 6. September 2012 anmelden. Wenn es mehr als 20 Einträge gibt, verwenden wir eine Warteliste. |
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