Schulung Traumatologie für Krankenpfleger

scholing.jpgJedes Jahr verletzen sich in den Niederlanden 2,4 Millionen Menschen so schwer, dass sie eine medizinische Behandlung benötigen. Die Behandlungskosten belaufen sich jährlich auf eine Milliarden Euro. Unfälle sind Todesursache Nummer eins bei Menschen bis 35 Jahre.

Ein gut organisiertes Traumanetzwerk erhöht die Überlebenschancen für ein Unfallopfer. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass das Opfer nach dem Unfall ernsthafte Spätfolgen und Invalidität zurückbehält. Im Krankenhaus „Medisch Spectrum Twente“ ist eins der 11 ausgewiesenen Traumazentren unseres Landes untergebracht: „Acute Zorg Euregio“. Die Einrichtung „Acute Zorg Euregio“ stellt unter anderem das Wissenszentrum schlechthin innerhalb des regionalen Traumhilfsnetzwerks dar. Deswegen hat die Station D3 (Chirurgie/Traumatologie) in Rücksprache mit anderen Partnern innerhalb der Versorgungskette die regionale Schulung ‚Traumatologie‘ entwickelt. Jedes Krankenhaus übernimmt eine Aufgabe bei der Aufnahme und Behandlung von Traumapatienten. Somit ist die hochwertige Traumaversorgung das Ergebnis der Mühen vieler professioneller Rettungshilfen.

Nicht nur für die Aufnahme, sondern auch für die Pflege und Rehabilitierung von Traumapatienten sind spezielle Kenntnisse gefragt. Begriffe wie Qualität, Gesetzgebung und Professionalisierung in der Versorgung haben dazu geführt, dass Krankenpfleger die Qualitätsverbesserung in ihrem Alltag als stets wichtiger empfinden.

Vor diesem Hintergrund kam der Inhalt der regionalen Schulung ‚Traumatologie‘ zustande. Diese Schulung behandelt die spezifischen Aspekte bei der Versorgung von Traumapatienten. Krankenpfleger erhalten Informationen zum der Behandlungsablauf eines Traumapatienten. Diese richten sich auf den Moment des Unfalls bis zur Rehabilitierung. Die Schulung ist für Krankenpfleger gedacht, die an der Pflege und Betreuung von Traumapatienten beteiligt sind.

Zielsetzung

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sich einen besseren Überblick über den Behandlungsablauf von Patienten mit (Poly)trauma ab dem Moment des Unfalls bis zur Rehabilitation zu verschaffen. Hierdurch soll ihr Wissen in diesem Bereich erheblich vergrößert werden.

Inhalt

  • Vertiefung und Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten von Traumapatienten, wobei die somatischen Aspekte zentral stehen. Zudem werden die psychischen Folgen eines Traumas, juristische Aspekte sowie Drogen- und Alkoholproblematiken behandelt;
  • Vertiefung und Erweiterung des (para)medizinischen Wissens. Hierzu zählen unter anderem die Versorgung eines (Poly)traumapatienten, die Traumabehandlung in der Notaufnahme, Notaufnahmebereich / Intensivstation, Diagnose und Behandlung diverser Verletzungen: Extremitäten, Thorax, Bauch, Schädel etc., Rehabilitierung von einem (Poly)trauma.
  • Das Wissen wird von Fachkräften vermittelt, die in ihrer Praxis einen starken Bezug zu Traumapatienten haben. Jeder Teilnehmer erhält eine Schulungsmappe, so dass die Informationen jederzeit nochmals nachgeschlagen werden können. Die Schulung erfüllt die Kriterien des niederländischen Qualitätsregisters V&VN.

Dozenten

  • Medizinische Spezialisten aus der Region
  • Paramedici (Physiotherapie, Klinische Psychologie)
  • Krankenpfleger aus der Region (Ambulance Oost (NL), Notaufnahme, Intensivstation, Chirurgie Traumatologie, Rehaklinik ‘t Roessingh)
  • Sonstige: Patient, Mitarbeiter von Tactus sowie ein Jurist.

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